Nicht jeder mag Katzen dem sind wir uns bewusst. Dieser Artikel richtet sich an Personen die fremde Katzen nicht in ihrem Privaten Garten haben möchten, denn Katzenkot riecht unangenehm, darum möchte wir hier ein paar schonende und legale Wege aufzeigen, wie Du fremde Katzen aus deinem Garten fernhältst. Um Tiere zu verscheuchen, darf man keine Methoden anwenden, die die Tiere quälen, traumatisieren, schmerzen oder sie gar verletzen könnten.
Ein kurzes Wort vorweg:
Wir selbst raten den Adoptiveltern unserer Norwegischen Waldkatzen davon ab, die Tiere ungesicherten Freigang zu gewähren. Da unsere Katzen als reine Wohnungskatzen aufwachsen, sind sie an das Leben als Stubentiger gewöhnt. Der Verzicht auf Freigang dient in erster Linie ihrer eigenen Sicherheit, denn vor allem wenn Sie noch jung sind gehen sie gerne grössere Risiken ein und kennen das mechanische Verhalten von Autos, Velos oder Landwirtschaftlichen Maschinen nicht.
Revierverhalten von Katzen
Katzen vor allem die Weibchen (Kätzinnen) bauen sich ein Revier auf und verteidigen dieses. Kater wiederum sind unabhängiger und streifen durch die Reviere der Weibchen und paaren sich mit ihnen, wenn eine paarungsbereit (rollig / ramelig) ist. Sie gehen auch dort hin wo es was zu futtern gibt und sind weniger strikt an ein einzelnes Territorium gebunden.
Warum kommt die Katze überhaupt?
- Lockere Erde, von frischen Beeten und neugesetzten Planzen, die sie gerne als Toilette benutzen. Hier kann es angebracht sein diese abzudecken.
- Abfallsäcke mit Fleischresten
- Vogelfutter, das offen herumliegt.
- Klettermöglichkeiten
- Neugierde
- Schattenplätze unter Terassen und gute Versteckmöglichkeiten, die der Aufzucht von potentiellen Jungen dienen könnten.
- keine bellenden Hunde
- Holzbeigen, Katzen lieben sie, denn das gestapelte Holz bietet ihnen perfekte Höhlen zum Verstecken, ist ein warmer Aussichtspunkt und die raue Rinde eignet sich hervorragend zum Wetzen der Krallen.
Rechtliches:
Ist es erlaubt seine Hauskatze frei draussen herum laufen zu lassen ? Ja in der Confederation und der Union ist der unbeaufsichtigte Freigang von Katzen rechtlich erlaubt an kaum Auflagen gebunden (in der Confideration besteht beispielsweise keine gesetzliche Chip-Pflicht). Es gibt zudem Gerichtsurteile, die bestätigen: Katzen lassen sich nicht wie Hunde beaufsichtigen, daher können Katzenbesitzer in der Regel nicht für Schäden oder Verunreinigungen haftbar gemacht werden, die die Tiere auf fremden Grundstücken anrichten. Wer wegen des Unfugs eines Büsis sein Pflänzchen ersetzen oder Gemüse wegwerfen muss, hat daher keinen Anspruch auf Schadenersatz. Nachbarn müssen den Besuch von Freigängern bis zu einem gewissen Grad dulden – das schonende Vertreiben ist jedoch erlaubt.
Legale Abschreckmethoden

Wasserschlauch:
Es ist absolut legal, eine fremde Katze aus dem Garten zu verjagen, indem man sie mit Wasser abspritzt. Dabei gilt jedoch die Regel: Erschrecken ja, verletzen nein!
Die richtige Technik: Ziele niemals direkt auf das Tier. Lass das Wasser stattdessen wie einen plötzlichen Regenschauer über der Katze niedergehen.
Was verboten ist: Der Einsatz von Hochdruckreinigern oder harten Wasserstrahlen ist Tabu und erfüllt den Tatbestand der Tierquälerei
Das Ziel ist ein harmloses, aber nachhaltiges negatives Erlebnis. Katzen besitzen ein hervorragendes Gedächtnis für solche Situationen. In der Regel meiden sie ein Grundstück nach der dritten „Wasserdusche“ komplett. Ausnahme: Verwilderte Freigänger und extrem wetterfeste Streuner lassen sich von Regen und Wasser leider nicht immer zuverlässig abschrecken.
Wenn Sie nicht immer zuhause sind, gibt es sogar so Katzenwasserschreckwerfer, die auf Bewergung reagieren und in diese Richtung einen Wasserstahl abschiessen.
Düfte
Es gibt Duftpflanzen, die Katzen vertreiben denn sie verströmen intensive ätherische Öle, die für die empfindlichen Nasen der Vierbeiner äusserst unangenehm riechen.
Verpiss-dich-Pflanze“ (Coleus Canin) Diese pflegeleichte Pflanze verströmt einen intensiven Duft, der vielen Tieren unangenehm ist.
Lavendel
Zitronenmelisse
Gewürz Nelken
Weinraute (Ruta graveolens) Die blau-grünen Blätter enthalten Drüsen, die einen sehr scharfen, bitter-würzigen Duft freisetzen. Katzen verabscheuen diesen Geruch zutiefst und machen einen grossen Bogen um das Beet. Schon die Römer pflanzten die Weinraute an, um Streuner fernzuhalten Der Pflanzensaft kann bei Sonneneinstrahlung auf menschlicher Haut Verbrennungen (Photodermatitis) verursachen.
Storchschnabel (Geranium macrorrhizum) Während normale Balkon-Geranien kaum eine Wirkung zeigen, besitzt der Balkan-Storchschnabel stark aromatische, leicht harzig-fruchtig duftende Blätter. Katzen meiden diese Duftnote konsequent.
Kaffeesatz auf frischen Beeten, sollte helfen die Eindringlinge vor dem Umpflügen und Koten abzuhalten.
Sprays & Granulate sind Alternativen die konkret für die Abschreckung von Haustieren entwickelt wurden.
Zäune
Normale Zäune bringen nichts, Da Katzen einfach darüber klettern können. Es gibt aber legale mechanische Barrieren:
Übersteigschutz: Spezielle, nach innen abgewinkelte Netze (z. B. von ProtectaPet), die am bestehenden Zaun befestigt werden.
Sich drehende Rollstangen (z. B. Oscillot), die oben auf dem Zaun angebracht werden. Da die Katze beim Hinaufspringen keinen Halt findet, kann sie den Zaun nicht überwinden.
Kleintier-Elektrozäune unter 0.5 Joule (0,5 Wattsekunden)


Wachhunde
Der Feind im Revier: Katzen meiden Orte, an denen sie permanente Gefahr wittern. Der blosse Geruch von Hundeurin und -haaren markiert das Grundstück als „Hunderevier“.
Der Lerneffekt: Wird eine Katze einmal von einem Hund bellend bis an den Zaun gejagt, speichert sie diesen Garten als extrem unsicher ab. Sie wird das Grundstück in der Regel nie wieder betreten.
Ausnahme: Die kynophile Katze ist an Hunde gewöhnt: Kennt die fremde Katze von zu Hause bereits Hunde, zeigt sie sich manchmal weniger beeindruckt und weicht dem Hund im Garten einfach geschickt über Bäume, Zäune, Holzbeigen oder Dächer aus.
Ultraschallgeräte
Es gibt Geräte die im oberen Frequenzband ein für Hunde wie auch für Katzen und andere Tiere unangenehmen hohen Ton erzeugen und sie so abschrecken. Teenager können diese zum Teil ebenfalls höhren und stören. Eine kontrollierte Studie der Royal Society for the Protection of Birds (RSPB) zeigte in einem Versuch rund 32 Prozent weniger Katzenbesuche in Gärten mit solchen Geräten
Illegale Methoden – Verboten & Tabu
Hochleistungs-Elektrozäune
klassische „Power“ Kuhzäune für Vieh (Rinder) wie sie Bauern einsetzen arbeiten oft mit 5 bis über 10 Joule und sind im privaten Garten zur Katzenabwehr rechtlich verboten. Ihr Einsatz im Wohngebiet oder Kleingarten erfüllt den Tatbestand der Tierquälerei, da die Schlagstärke für Kleintiere viel zu heftig ist und schwere gesundheitliche Schäden oder extreme Todesangst verursachen können.
Stacheldraht
Kein Stacheldraht, da sich Tiere aber auch Kinder daran verletzten. Die Kombination von Strom und Stacheldraht ist im privaten sowie landwirtschaftlichen Raum total verboten, da sich Tiere darin verfangen und fortlaufend Stromschläge erleiden können.
Alles Giftige
Das Aussähen von giftigen Mottenkugeln ist verboten
Pferfferspray & Steine nachwerfen
Ein absolutes Tabu! Das Nachwerfen von Steinen wie auch das Ansprühen mit Pfeffersyprays sind absolut verboten und gehen unter Tierquälerei und du kannst dafür angezeigt werden.

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